SwimRun – 2018

Michelstädter Swimrunner an der Costa Brava

Am Sonntag den 22.04.2018 fand die dritte Austragung des Swimrun Costa Brava mit Start um 07:30 in Begur und Ziel in Platja d’Aro statt. Sebastian Bleitgen und Frank Mertins nutzten diese Gelegenheit um ihr Wettkampf-Portfolio um einen Wettkampf bzw. ein weiteres Land zu erweitern. „Der Kurs entlang der schroffen Felsküste mit über 1500 Höhenmetern hat uns gereizt.“, gab Bleitgen an. Die Höhenmeter verteilten sich auf 35 Laufkilometer, hinzu kamen knapp neun Schwimmkilometer. Auch wenn das Team der beiden Ausdauerathleten (swimrunART Odw) sich unter den ersten 10 in der Weltrangliste befindet, so rechneten sie sich keine großen Chancen aus. „Wir erhofften uns ein Rennen mit vielen schönen Eindrücken, aber für eine vordere Platzierung schleppen wir dann doch zu viel Masse mit uns rum.“, erklärte Mertins. Beide Athleten messen knapp 2m und sind dementsprechend keine „Bergziegen“. Gerade deshalb verwunderte die beiden dann doch der Rennverlauf. Wie gewohnt befanden sich die starken Schwimmer nach dem ersten Abschnitt im Mittelmeer in der Spitzengruppe, es folgte der härteste Lauf des Tages mit über 5km Länge und mehr als 250 Höhenmetern, teils als Passagen mit Seil, wie sie von Klettersteigen bekannt sind. „Wir lagen an vierter Stelle und keines der laufstarken Teams hinter uns hat uns überholt, im Gegenteil wir konnten einen kleinen Vorsprung herauslaufen.“, beschreibt Bleitgen die erste Rennstunde. Da mit dem ersten Lauf der für die Odenwälder schwierigste Abschnitt hinter ihnen lag, war schnell klar, dass sie doch im vorderen Bereich ins Ziel kommen könnten, sofern die Form hielt. Bei einem mehrstündigen Rennen sind Schwächephasen und ähnliches natürlich nicht ausgeschlossen, jedoch haben alle Teams damit zu kämpfen. Im Mittelteil des Rennens festigten die Odenwälder ihre Position, schwammen sich immer wieder ein beruhigendes Polster auf die Konkurrenz heraus und konnten sich den einen oder anderen langsameren Laufabschnitt erlauben. So ungefährdet wie der Abstand zu den Verfolgern wuchs, so unmöglich war es auch weiter zu den drei Topteams zu gelangen. Nichtsdestotrotz waren Bleitgen und Mertins mit dem Rennen auf dem vierten Gesamtrang und dem Erreichen des Podiums in der Männerkategorie (3. Platz) hochzufrieden. „Eigentlich waren wir hier um ein Rennen im vorderen Mittelfeld zu bestreiten und die schönen Trails der Küstenlandschaft zu genießen. Wir haben jedoch (glücklicherweise) unsere Konkurrenz überschätzt und andererseits den technischen Anspruch in den Laufpassagen unterschätzt. Während des Laufens Eindrücke von der Umgebung zu sammeln war kaum möglich, jeder Schritt musste präzise gesetzt werden.“, fasste Mertins zusammen. Im Fokus steht für das Team dieses Jahr die dritte Teilnahme an der Swimrun WM in Schweden anfang September. Der Saisoneinstieg im Norden Spaniens stimmt die beiden positiv und motiviert weiter für die WM Vorbereitung.